Faszien – Die besten Trainingsmethoden

Seit 2015 heißt der neue Trend im Fitnessstudio "Faszientraining". Doch nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag lassen sich Faszienrollen gut einsetzen. Besonders für Frauen sind sie von starkem Interesse, da Übungen mit den Faszienrollen das Bindegewebe kräftigen.


Was sind Faszien?

Unser Körper ist eingehüllt in einer faserigen Struktur aus Bindegewebe. Diese nennt man Faszien. Sie umschließen die Muskeln und geben ihnen damit eine Form. Indem sie als Stoßdämpfer wirken, schützen Faszien unsere Knochen sowie Muskulatur und sorgen zudem für ein gesundes Immunsystem. Zusätzlich helfen Faszien bei der Heilung von geschädigtem Gewebe. Sie kommunizieren mit dem Nervensystem und übertragen die Kraft der Muskeln. Durch Überlastung des Körpers oder auch durch zu wenig Bewegung und Dehnung kann es zu Verspannungen, Verklebungen und Schmerzen in verschiedenen Körperregionen kommen. Dafür sind die elastischen Faszien verantwortlich, die unter schlechten Umständen steif und beschädigt werden können. Die Bewegungsfreiheit der Muskulatur wird dadurch erheblich eingeschränkt, sodass es oftmals zu Rücken- und Nackenschmerzen oder auch zu typischen Ischias-Schmerzen in den Beinen kommt.


Faszientraining

Nicht nur Kraft- und Ausdauertraining spielen eine wichtige Rolle um gesund und fit zu bleiben, sondern auch das regelmäßige Faszientraining. Dieses erneuert unsere Fasern und strafft das Bindegewebe. Zudem fördert es eine straffe Körperkontur und hält uns beweglich. Darüber hinaus kann es zur Regeneration von verklebtem Fasziengewebe beitragen und hilft somit gegen Schmerzen durch Verspannungen und beugt diesen zukünftig vor.
Es gibt 4 Komponenten des Faszien Trainings:

  • Federn: Zur Kräftigung des Gewebes (elastische Rückfederung)
  • Dehnen: Zur Steigerung der Beweglichkeit
  • Beleben: Zum Lösen und Regenerieren
  • Verfeinern: Förderung des Körpergefühls

Viele Sportler leiden unter Überlastung und Sauerstoffmangel der Muskulatur. Dem können Sie aber durch Regeneration mit Faszienrollen entgegenwirken. Durch das Faszientraining wird die Durchblutung angeregt, Stoffwechsel-Abbauprodukte werden schneller abgeführt, die Muskulatur wird flexibilisiert und es hilft bei der Entspannung Ihrer Muskeln. Das Rollen über die Faszienrolle vor dem Training dient auch als Aufwärmung. Die Rezeptoren werden durch die Übungen aktiviert und sind für Anstrengungen bereit. 10 - 15 Wiederholungen pro Muskelregion sollten dafür in der Regel gemacht werden.
Das Rollen über die Faszienrolle nach dem Training hilft bei der Regeneration der Muskeln. Dabei wird mit 20 bis 25 Wiederholungen langsam über die Rolle gerollt. Zusätzlich können einzelne Druckpunkte, sogenannte Triggerpunkte, besonders bearbeitet werden. Dies kann bei starken Verklebungen zu Beginn etwas schmerzhaft sein. Sobald sich die Verspannungen nach regelmäßigem Bearbeiten der Druckpunkte lösen, wird es weniger schmerzhaft.
Unser Alltag wird heutzutage häufig von Stress und Anspannung bestimmt. Mit einem geringen Zeitaufwand können Sie für eine Entspannung Ihrer Muskulatur sorgen. Sie können sich jederzeit selbst massieren und damit Ihr Körpergefühl und Ihr Wohlbefinden steigern. Darüber hinaus steigert das Ausrollen der Faszien durch den Durchblutungs- und Entspannungseffekt Ihre Kreativität und Energie.


Faszienrollen - das ideale Trainingsgerät

Faszienrollen lösen Verklebungen des Bindegewebes, die durch mangelnde Bewegung entstanden sein können. Bewegung und Druck der Faszienrolle lösen Muskelverspannungen, steigern unsere Durchblutung und machen unsere Muskeln und das Bindegewebe resistenter gegen Belastungen. Sie wirken Haltungsschäden entgegen und beugen diesen vor.
Faszienrollen helfen auch gegen Kopfschmerzen, da sich die Faszien durch den gesamten Körper ziehen, auf diese Weise miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen können. Gerade bei Stress- und Verspannungskopfschmerzen können unterschiedliche Druckpunkte, wie z.B. Druckpunkte an der Fußsohle ausgerollt werden. Die Körpermitte, sprich Sehnen, Bänder und Muskulatur zwischen Hüfte und Brust, kann mithilfe der Faszienrolle gestärkt werden. Für eine perfekte Funktion der Körpermitte müssen alle Bereiche im Gleichgewicht sein. Eine schwache Muskulatur kann zu Rückenproblemen und Verspannungen führen.

Auch Stress kann mit Faszienrollen ganz einfach ausgerollt werden. Das ist besonders wichtig für Personen, die eine Bürotätigkeit ausüben. Durch das bewegungslose Sitzen vor dem Computer entstehen Beschwerden in Arm, Nacken, Schulter, unterem Rücken und den Händen.


Die richtige Faszienrolle für Ihre Bedürfnisse

Der perfekte Härtegrad der Faszienrolle für Sie hängt von unterschiedlichen Faktoren und Einsatzwecken ab. Für therapeutische Zwecke und Menschen mit hohem Schmerz- und Druckempfinden empfiehlt sich eine weiche Faszienrolle. Der Druck auf die Muskeln ist leicht gemindert, da sie dem Körper nachgibt. Auch bei geringem Eigengewicht kann eine weiche Rolle benutzt werden.

Eine Faszienrolle mit mittlerer Härte eignet sich perfekt für den täglichen Gebrauch, wenn Sie Ihr Bindegewebe trainieren möchten. Mit der Zeit wird der Schmerz geringer und Erfolge sind spürbar.

Für Sportler wird eine Rolle mit hohem Härtegrad empfohlen, wenn sie ein intensives Ausroll-Gefühl haben wollen. Personen mit hohem Eigengewicht können diese auch gut benutzen, da der Härtegrad kaum nachgibt.

Es gibt aber nicht nur Standard Faszienrollen, sondern auch Minifaszienrollen und Faszienbälle. Die Mini-Faszienrolle eignet sich am besten für Behandlungen von kleineren Muskelgruppen am Arm oder am Fuß. Zusätzlich bietet sie durch die geringe Größe die Möglichkeit, die Faszien auch am Arbeitsplatz zu trainieren und massieren. Faszienbälle dahingegen sorgen für ein punktuelles Training der Faszien. Dadurch können einzelne Schmerzpunkte gezielt behandelt und gedehnt werden. Durch die Größe kann der Ball leicht verstaut werden und ist ein guter Begleiter für unterwegs.


Übungen für Zuhause

Schulter und Oberarm

  • Stellen Sie sich an eine leere Wand
  • Klemmen Sie die Faszienrolle zwischen Wand und Schulter/Oberarm
  • Üben Sie Gewicht aus, indem Sie sich mit angewinkelten Beinen gegen die Rolle drücken
  • Durch beugen und Stecken der Knie können Sie die Rolle auf und ab bewegen

Rücken

  • Legen Sie sich mit dem Rücken nach unten auf Ihre Sportmatte
  • Legen Sie die Faszienrolle unter Ihren Rücken
  • Stellen Sie Ihre Beine auf
  • Rollen Sie vom Steißbein bis zur Schulter

Unterarm

  • Legen Sie die Faszienrolle vor sich auf den Tisch
  • Von der Handwurzel bis zum Ellenbogen rollen
  • Druck aus der Schulter ausüben
  • Unterarm kann gedreht werden, um verschiedene Bereiche zu massieren

Po

  • Faszienrolle unterhalb des Gesäßes platzieren
  • Mit den Händen seitlich abstützen
  • Beine anwinkeln, um Stabilität aufzubauen
  • Vor- und Rückbewegungen durch angewinkelte Beine

Bein

  • Legen Sie die Faszienrolle unter einen Ihrer Oberschenkel
  • Arme nach hinten zur Stütze nutzen und den Po anheben
  • Vor- und zurück rollen
  • Übung mit der anderen Seite durchführen
  • Um die Intensität zu verstärken können Sie ein Bein über das andere legen

Waden

  • Legen Sie die Faszienrolle unter die Mitte einer Wade
  • Arme nach hinten zur Stütze nutzen und den Po anheben
  • Rollen Sie gleichmäßig vor und zurück
  • Bauch, Rücken und Po dabei anspannen
  • Um das Gleichgewicht zu halten, beim Körperschwerpunkt bleiben

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