Die positive Wirkung von Sportkompression

Wie sich Sport-Kompression positiv auf den Körper auswirkt

Sport-Kompression wird aus medizinischer Sicht zur Therapie von Venenleiden bzw. zur Thrombose-Prävention verwendet. Der Druck durch die Kompressionsbekleidung soll u.a. den venösen Rückstrom unterstützen. Die Verbesserung der Blutzirkulation bewirkt, dass die Muskeln mit ausreichend Blut versorgt werden. Im folgenden Artikel wird erläutert, warum es sinnvoll ist beim Sport Kompressionsstrümpfe zu tragen, welche positiven körperlichen Auswirkungen sie haben und wie sie genau funktionieren.

Was kann Kompressionsbekleidung tatsächlich leisten?

Auch Läufer ohne Venenprobleme können von der Kompressionsbekleidung profitieren. Es werden Krampfadern an den Beinen vorgebeugt, aber auch Muskelvibrationen verringert und die Regeneration der Muskeln gefördert. Gerade bei Sportarten, in denen Präzision gefragt ist, wie zum Beispiel beim Wurf auf den Basketballkorb, wirkt sich dieser Effekt positiv aus. Zusätzlich wird durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen das Sprunggelenk gestützt und durch die größere Wärmeentfaltung werden Muskel-, Sehnen-, Bänder- und Gelenkbeschwerden vorgebeugt. Laut einer Studie der University of Exeter trägt Kompression bei Sportlern zur Regeneration bei. Sie fühlen sich dadurch weniger erschöpft und haben bei Maximalkraft- und Schnellkrafttests bessere Ergebnisse erzielt. Das liegt u.a. daran, dass die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Muskeln deutlich gesteigert wird.

Wie wirkt sich Sportkompression auf die Körperfunktionen aus?

Grundsätzlich wirkt sich Kompressionsbekleidung für Sportler positiv auf die Körperfunktionen aus. Die Durchblutung wird verbessert, die Muskel-Venen-Pumpe entlastet, Energie gespart und die Regenerationsdauer verkürzt. Außerdem werden Muskelschäden reduziert und die Sprungkraft erhöht. Sportkompression lohnt sich auch für Freizeitjogger, Wanderer und Leute, die abends unter schweren Beinen leiden. Besonders beim Laufen haben Kompressionsstrümpfe eine unterstützende Funktion. Sportler haben das Gefühl, dass sie während der Bewegungsphase über mehr Ausdauerfähigkeit verfügen und sich ihre Muskeln nach dem Sport schneller erholen. Bei passenden Kompressionsstärken können sogar die Faszien (Bindegewebe) stimuliert werden. Aber in erster Linie trägt Kompressionsbekleidung dazu bei, dass der venöse Rückstrom durch den Druck beschleunigt wird und infolgedessen die Muskelpumpe und die Lymphgefäße von außen unterstützt werden.
Sie sollten jederzeit auf eine optimale Passform achten, damit Sportkompression nicht zu sehr einengt und dennoch wie eine zweite Haut am Körper anliegt. Kompressionsstrümpfe sollten an keiner Stelle Falten bilden. Im medizinischen Bereich richtet sich die Höhe des Kompressionsdrucks nach dem Krankheitsgrad des Patienten. Deshalb sind Kompressionsstrümpfe oftmals in mindestens zwei Stärkeklassen erhältlich, die den Druck des Materials kennzeichnen. So erhalten Sie bei sportlicher Betätigung maximalen Tragekomfort und können unauffällig gegen Krampfadern und Schwellungen vorgehen. In Kombination mit Sport kann die enge Passform sogar zu einer Stimulierung des Stoffwechsels führen und die Fettverbrennung anregen.

Wie funktioniert ein Kompressionsstrumpf?

Eine umfassende Erläuterung zur Funktionsweise unserer Venen und der Unterstützung durch Kompressionsstrümpfen erfahren Sie in unserem Artikel „Die Funktion unserer Venen“.
Ein Kompressionsstrumpf ist ein medizinisches Hilfsmittel, mit dem sich durch den ausgeübten Druck die Venen von außen zusammendrücken lassen. Dieser nimmt von oben nach unten zu und verläuft analog zum Gewebedruck, der in Richtung Schwerkraft zunimmt. Medizinische Strümpfe bestehen aus Zweizugmaterial und weisen sowohl eine Längs- als auch eine Querdehnung auf. Sie werden heutzutage zumeist aus Vollsynthetikfasern hergestellt, die die Lebensdauer der Strümpfe wesentlich erhöhen. Um zu verstehen, wie genau das Wirkprinzip eines Kompressionsstrumpfes funktioniert, muss man wissen, dass Blut und Flüssigkeitsablagerungen durch eigene Körperleistungen befördert werden müssen. Wenn zu viel Flüssigkeit eingelagert wird, können die Muskeln die Einlagerung nicht ausgleichen. Das führt zu „schweren Beinen“ und betrifft auch Menschen, die nicht an Venenerkrankungen oder Bindegewebsschwäche leiden.
Kompressionsstrümpfe leisten hier eine effektive Abhilfe. Sie üben einen permanenten leichten Druck auf die Waden aus, wodurch das Bindegewebe und die Muskulatur gestützt und entlastet werden. Der venöse Rückstrom wird verbessert und das Lymphsystem angeregt. Das bewirkt, dass die Beine weniger anschwellen und die Muskeln mit mehr Sauerstoff versorgt werden. Dadurch wird wiederum die Leistungsfähigkeit z.B. während des Sports gesteigert.
Es gibt Kompressionsstrümpfe mit partieller oder flächiger Kompression. Sie unterscheiden sich in ihrer Funktionalität. Bei Laufstrümpfen mit flächiger Kompression wird die gesamte Wade einem konstanten Druck ausgeübt. Das führt zu einem verbesserten Sauerstofftransport, einer schnelleren Regeneration sowie einer Stützung der Muskulatur. Laufstrümpfe mit partieller Kompression üben nur auf bestimmte Bereiche an der Wade Druck aus. Sie tragen zu einer angemessenen Thermoregulation bei, da der Schweiß nicht vollständig nach außen abgegeben wird. Dadurch wird der Energieverbrauch zum Abkühlen des Körpers verringert. Diese Energieersparnis kann in der Regel minimal zur Steigerung der Leistungsfähigkeit beitragen.

Kompressionsstrümpfe sollten ohne entsprechende Indokation nicht dauerhaft getragen werden. Gleiches gilt für Sportkompressionsstrümpfe. Auch diese sollten nicht im Alltag getragen werden, sondern nur wenn Bedarf besteht, z.B. beim Wandern oder bei einem Marathon. Da sonst die natürliche Funktion der Venen geschwächt wird und die körperliche Leistungsfähigkeit ohne spezielle Kompressionsbekleidung nachlässt.

Fazit

  • Kompressionsstrümpfe sind medizinische Hilfsmittel, die den venösen Rückstrom des Blutes verbessern.
  • Orthopädische Strümpfe werden zunehmend auch von Sportlern getragen.
  • Es ist umstritten, ob sich Kompressionssocken positiv auf die Laufleistung auswirken. Vor allem Marathon- und Langstreckenläufer berichten von weniger Schmerzen in den Beinen und scheinen von ihnen zu profitieren.
  • Das Tragen von Kompressionsstrümpfen verkürzt die Regenerationszeit, reduziert die Probleme mit schweren und müden Beinen und schützt die Sprunggelenke vor Laufverletzungen.
  • Sport-Kompression sollte im Idealfall optimal am Körper anliegen. Deshalb es ist wichtig die richtige Kompressionsklasse zu wählen, die die Stärke des Drucks kennzeichnet.

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