Leichte Kompressionstherapie für Diabetes-Patienten

Diabetes-Patienten leiden häufig an Ödemen und Schwellungen der Füße, Knöchel und Unterschenkel. Bisher wurde häufig von einer Kompressionstherapie abgeraten, da einer Verschlimmerung der Durchblutungsstörung befürchtet wurde. Verschiedene Studien beweisen nun allerdings, dass eine leichte Kompression auch bei Diabetikern positive Auswirkungen hat.

Ödembildung bei Diabetes-Patienten

Bei Diabetes-Patienten kommt es häufig zu Durchblutungsstörungen in den kleinsten Gefäßen, die Schmerzen, Schwellungen und Druckstellen verursachen. Ödeme werden zusätzlich durch Zufuhr von Insulin verstärkt. Insulin verringert die Ausscheidung von Kochsalz. Kochsalz wiederrum bindet Wasser. Die Ausscheidung von Wasser wird darüber hinaus durch die Stoffwechselveränderung und die daraus resultierende geringere Glukoseausscheidung begünstigt.

Folgen von Ödemen

Ödeme können zu erheblichen Schädigungen der Haut mit langfristigen Folgen führen. Durch die erhöhte Flüssigkeitseinlagerung und die entstandene Schwellung wird der Transport von Nährstoffen in das Gewebe beeinträchtigt. Die Infektionsgefahr steigt und die damit verbunden Selbstheilungskapazitäten des Körpers sinken. Darüber hinaus führen Ödeme zu einem reduzierten Schmerzempfinden an Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln. So kommt es häufiger und leichter zu Schädigungen der Haut, die oft zu spät erkannt und behandelt wird. Leiden Sie als Diabetiker an einer offenen Wunde, heilt diese durch die mangelnde Durchblutung in den unteren Gliedmaßen sehr schlecht wieder ab.

Strümpfe mit leichtem Kompressionsdruck lindern Ödeme nachweislich

Lange Zeit wurde Diabetikern vom Tragen von Kompressionsstrümpfen abgeraten. Diabetiker leiden wie im vorherigen Abschnitt beschrieben häufig unter einer eingeschränkten Durchblutung in den unteren Gliedmaßen. Es wird befürchtet, dass dies durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen verstärkt wird, was Druckstellen und schlecht heilende Wunden begünstigt.
Sigvaris hat die Diabetikersocken DCS auf den Markt gebracht. Diese vereinen einen leichten degressiven Kompressionsdruck mit den speziellen Anforderungen empfindlicher Füße von Diabetikern.

Die positive Wirkung der Kompressionsstrümpfe für Diabetiker wurde von zwei unterschiedlichen Studien getestet und bestätigt.

Die erste Studie wurde von der Fachärztin für Podologie, Stephanie C. Wu, Charles Andersen, MD, et. al. Durchgeführt. An der Studie nahmen 18 Patienten mit einem mittleren Knöchel-Arm-Index (Quotient aus Blutdruck am Unterschenkel und Blutdruck am Arm) teil. Alle Patienten trugen testweise für 4 Wochen die Sigvaris Kompressionssocken DCS. Bereits nach der ersten Woche konnten positive Ergebnisse festgestellt werden. Der Fußumfang reduzierte sich im Durchschnitt um fast 2 cm, der Wadenumfang um 3 cm und der Knöchelumfang um fast 4 cm. Nach 4 Wochen waren noch drastischere Ergebnisse festzustellen. Der Fußumfang der Patienten konnte im Durchschnitt um 4 cm reduziert werden, die Reduzierung des Wadenumfangs stagnierte bei 3 cm und der Knöchelumfang ging sogar um 6,5 cm zurück.
Dieses Ergebnis wird durch eine zweite Studie mit 80 Patienten bestätigt.

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