Rückenbeschwerden? Das können Sie tun!

Rückenbeschwerden - Ursachen und Vorsorge

Rückenschmerzen stehen auf der Liste der "Volkskrankheiten" ganz oben. Sie werden je nach Dauer in die Kategorie der akuten oder chronischen Schmerzen eingeteilt. Besonders bei immer wiederkehrenden und starken Beschwerden ist es wichtig, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Eine ärztliche Untersuchung ermöglicht die richtige Diagnose, die notwendig ist um die Ursachen für die Schmerzen und die passende Behandlung zu finden.
Unsere heutige Lebensweise und Rückenschmerzen gehen oft miteinander einher. Nach einem Acht-Stunden Arbeitstag, den man zumeist am Schreibtisch verbracht hat, freut man sich auf einen ruhigen gemütlichen Feierabend auf dem Sofa. Folgende Faktoren können Auslöser Ihrer Rückenschmerzen sein:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Stress
  • Falsche Körperhaltung
  • Falsches Tragen und Heben


Früher war die Behandlungsmethode bei Problemen im Rücken Bettruhe. Heutzutage wissen wir jedoch, dass es wichtig ist, in Bewegung zu bleiben. Dadurch wird der Körper besser durchblutet und die Muskeln gelockert. Auch am Arbeitsplatz ist es zu empfehlen, seine Sitzposition öfter zu verändern. Verlagern Sie Ihr Gewicht von einer zu der anderen Seite und nutzen Sie Ihre Mittagspause am besten mit Bewegung. Ein Gymnastikball fördert Ihre aufrechte Haltung und entlastet darüber hinaus Ihre Wirbelsäule. Erwägen Sie ebenfalls die Möglichkeit im Stehen, an einem erhöhten Schreibtisch, zu arbeiten.

Nutzen Sie Faszienrollen zur Selbstmassage und lösen Sie damit Ihre verklebten Faszien. Nehmen Sie sich am besten 10-20 Minuten am Tag Zeit für ein kleines Faszientraining und helfen Sie Ihrem Körper Verspannungen und Schmerzen vorzubeugen. Falls Sie mehr über das Thema ?Faszientraining? erfahren wollen, finden Sie hier weitere Informationen: ClaraVital Ratgeber - Training mit Faszienrollen.
 

Auch während des Schlafens kann der Rücken durch eine falsche Schlafposition belastet werden. Achten Sie auf ein Kissen, welches Ihren Kopf angenehm stützt und Schultern und Hals entlastet. Ein zu hohes und zu hartes Kissen führt zu Verspannungen. Bei dem Härtegrad der Matratze kommt es auf das eigene Körpergewicht an: Je höher das Eigengewicht, desto höher muss die Härte der Matratze sein. Lassen Sie sich bei der Auswahl ausreichend im Fachhandel beraten. Die Matratze sollte nach Möglichkeiten alle zehn Jahre gewechselt werden, da eine durchgelegene Unterlage Rückenschmerzen begünstigen. Weite Informationen zum Thema "Gesund Schlafen" finden sie hier
Achten Sie beim Tragen von schweren Lasten darauf, immer beide Hände zu benutzen und einen festen Stand zu haben. Wenn sie Gegenstände hochheben möchten, gehen Sie für dafür in die Hocke, damit die Kraft aus den Beinen kommt und der Rücken nicht belastet wird. Während des Tragens sollten die Gegenstände dicht am Körper gehalten werden und der Rücken eine aufrechte Position einnehmen.


Akutes- und chronisches Rückenleiden

Akute Rückenschmerzen bedeutet, dass die Rückenschmerzen nur für kurze Zeit anhalten und schon leichte Schonung. Massagen oder sanfte Dehnung der Muskeln dagegen helfen können. Das heißt aber nicht, dass Bettruhe vorgesehen ist, denn auch beim Liegen verfällt man häufig in eine ungünstige Position. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung und helfen Sie gegebenenfalls mit einer Wärmetherapie nach. Dies kann schon mit üblichen Wärmflaschen oder einem Wärmepflaster erfolgen. Positionieren Sie dafür den Wärmeartikel in den Bereich der Schmerzen, um Ihre Verspannungen zu lösen.

Dauern Ihre Beschwerden trotz Behandlung länger als 12 Wochen an, spricht man von chronischen Problemen, die eine bestimmte Untersuchung erfordern. Meist wird bei chronischen Rückenschmerzen von ärztlicher Seite eine Physiotherapie vorgeschlagen, um Ausdauer, Beweglichkeit und die Muskelkraft zu aufzubauen, die für eine gesunde Haltung des Rückens notwendig ist.


Bandscheibenvorfall

Ungefähr jeder dritte Deutsche hat einen Bandscheibenvorfall, von denen der Großteil jedoch unbemerkt bleibt, da keine Beschwerden vorliegen. Die Bandscheibe dient als Stoßdämpfer und ist zwischen unseren Wirbelkörpern positioniert. Ein Bandscheibenvorfall liegt dann vor, wenn die Bandscheiben sich wölben oder Bandscheibengewebe austritt. Diese Veränderungen können im Bereich der Lendenwirbelsäule, der Halswirbelsäule und der Brustwirbelsäule auftreten. Dadurch, dass der Bandscheibenvorfall an sich nicht schmerzhaft ist, sondern das Drücken des Bandscheibengewebes auf die Nervenwurzeln, bemerken die Betroffenen oft nichts von diesem Vorfall. Da die Bandscheibe jeden Tag für unseren Körper arbeitet, degeneriert sie sich mit der Zeit, sodass das ein erhöhtes Alter eine Risikofaktor für einen Bandscheibenvorfall darstellt. Aber auch Bewegungsmangel, eine Fehlhaltung beim Sitzen und zu schweres und falsches Tragen können Ursache sein. Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls können sich bemerkbar machen, bei plötzlich auftretenden Schmerzen im Rücken sowie Schmerzen in den Beinen, Empfindungsstörungen, Kribbeln in Arm oder Beinen und Bewegungsunfähigkeit. Zur Behandlung wird eine Physiotherapie oder Medikamenteneinnahme empfohlen. Dadurch wird die Rückenmuskulatur wieder gestärkt und die Wirbelsäule kann sich stabilisieren. Man sollte sich auch trotz der Schmerzen weiterhin bewegen, jedoch nur bis zu dem eigenen Wohlfühlpunkt.


Übungen zur Stärkung und Dehnung des Rückens

Rückenschmerzen können mit unterschiedlichem Training vorgebeugt werden. Mit dem richtigen Training können auch bereits vorhandene Beschwerden gelindert werden. Kraft- und Dehnübungen bauen die Muskulatur auf und machen sie gleichzeitig beweglicher. Im Folgenden haben wir Ihnen eine kleine Übersicht mit Übungen zusammengestellt, die Sie leicht in Ihren Alltag einbeziehen können:

Übungen in Bauchlage für die Rückenmuskulatur

  • Legen Sie sich auf den Bauch
  • Stirn auf linken Handrücken legen
  • Rechten Arm nach vorne ausstrecken
  • Einatmen: rechten Arm und linkes Bein anheben
  • Mit dem linken Arm und rechten Oberschenkel vom Boden wegdrücken

Übungen im Vierfüßler-Stand für die Rückenmuskulatur

  • Vierfüßler-Stand
  • Rechten Arm und linkes Bein ausstrecken
  • Blick bleibt auf dem Boden
  • Seiten wechseln

Übungen im Sitzen für die Beweglichkeit der Wirbelsäule

  • In den Schneidersitz setzen
  • Hände auf die Knie legen
  • Rücken durchstrecken und tief einatmen
  • Ausatmen: linke Hand auf das rechte Knie
  • Oberkörper nach rechts drehen
  • Rechte Hand hinter dem Becken aufstellen

Übungen für die Gesäßmuskulatur

  • Auf den Boden knien
  • Oberkörper nach vorne beugen und auf die Unterarme stützen
  • Linke Ferse in Richtung Decke heben
  • Fuß- und Kniegelenk haben einen Winkel von 90 Grad

Übungen für den Arbeitsplatz

  • Arme nach vorne vom Körper Wegstrecken
  • Hände ineinander legen
  • Kopf nach vorne beugen und Spannung zwischen den Schulterblättern halten

Entspannungsübungen, wie z.B. die Progressive Muskelentspannung, wirken Rückenproblemen ebenfalls entgegen. Um vollkommende Entspannung im gesamten Körper zu schaffen, wird dabei der Fokus auf die An- und Entspannung der Muskelgruppen gelegt. In verschiedenen Bereichen des Körpers werden dafür die Muskeln angespannt, die Spannung gehalten und diese danach gelöst. Somit wird eine verbesserte Körperwahrnehmung und Entspannung der Muskulatur geschaffen.


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