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Der Schritt zum barrierefreien Wohnen

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Der Schritt zum barrierefreien Wohnen

Besteht eine Unsicherheit beim Gehen, kann ein Gehstock oder ein Rollator die nötige Sicherheit wiederherstellen. Jedoch sollten dabei auch Gefahrenbereiche im Wohnumfeld berücksichtigt werden, denn häufig erschweren Barrieren in der Wohnung das selbstständige Leben mit Behinderungen. Viele sind dann täglich auf Hilfe angewiesen, obwohl sich oft schon mit einfachen Maßnahmen Barrieren entfernen lassen, wodurch der Lebensalltag vereinfacht wird. Barrierefreies Wohnen wird meistens mit dem Leben im Rollstuhl in Verbindung gebracht, doch auch schon bei leichteren Einschränkungen der Gangunsicherheit, Kraft und Beweglichkeit ist es sinnvoll sich mit barrierefreien Wohnmaßnahmen zu beschäftigen, da sie den Alltag erheblich erleichtern.

Ein besonderer Gefahrenbereich ist - vor allem aufgrund der Rutschgefahr - das Badezimmer. Dort kann mithilfe von vielen und gut erreichbaren Haltegriffen in der Nähe aller essentiellen Bereiche Sicherheit gewährleistet werden. Mit Antirutschstreifen auf dem Boden, die auch bei Nässe wirken kann ebenfalls Trittsicherheit gewährt werden. Mobile oder eingebaute Sitzgelegenheiten in der Dusche und beispielsweise vor dem Spiegel bieten Entlastung bei langwierigen Prozessen und schützen so vor Überlastung und Schwächeanfällen. So gestaltet sich die Nutzung des Bades entspannt und ist mit Leichtigkeit hinter sich zu bringen. Bei einer Einschränkung, die sich in der Einstufung in eine Pflegestufe widerspiegelt, können zudem bauliche Maßnahmen, wie z.B. der Umbau in ein barrierefreies Badezimmer den täglichen Waschvorgang erleichtern. Hierbei wird Ihre Badewanne innerhalb eines Arbeitstages gegen eine Duschecke mit ebenem Zugang ausgetauscht. Dieser Umbau ermöglicht Ihnen wieder mehr Selbstständigkeit im Alltag und gibt Ihnen so Ihre Lebensfreude zurück. Diese Maßnahme wird von der Pflegekasse mit bis zu 4.000€ (nach § 40 SGB XI) bezuschusst. ClaraVital sendet Ihnen gerne unverbindliches Informationsmaterial zu und leitet für Sie den Umbau ihres Badezimmers ein. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Eine weitere Hürde, die vielen Menschen mit eingeschränktem Bewegungsvermögen schnell zum Problem wird und die selbstständige Bewältigung des Alltags praktisch unmöglich macht, ist eine Treppe oder Treppenstufen. Der Einbau eines Treppenliftes kann hier zur Verbesserung des Wohnumfeldes vorgenommen werden. So wird eine Verbindung zwischen verschiedenen Wohnbereichen oder der Zugang zur Wohnung ermöglicht, was den Alltag unkomplizierter macht und der Treppe das Sicherheitsrisiko nimmt.

Türschwellen sind vor allem bei Eingangs- oder Ausgangstüren, aber auch bei Türen innerhalb der Wohnung eine Gefahrenstelle. Nicht nur erhöht sich hier die Stolpergefahr für halbwegs mobile Personen, auch behindern Sie eine einwandfreie Nutzung eines Rollstuhls oder Rollators. Daher lohnt es sich in jedem Fall die Schwellen für einen Wohnungsumbau ins Visier zu nehmen und entfernen zu lassen. So können Sie sich ohne Unfallgefahr sorglos in der Wohnung fortbewegen und den Alltag ohne Hilfe bewältigen. Wenn sich das Entfernen der Schwellen als zu schwierig gestaltet, können wahlweise auch flache Rampen eingebaut werden, die ebenfalls Bewegungsfreiheit in der Wohnung gewähren. Andere Tipps und Hinweise, wie Sie die Sturzgefahren in der Wohnung bannen können, finden Sie in dem Artikel zur Sturzgefahr.

Um die Nutzung eines Rollstuhls oder Rollators oder auch anderen Hilfsmitteln im eigenen Heim zu gewährleisten sollte man darauf achten, dass die Türen etwa 90 cm breit oder noch breiter sind und sich die Tür vollständig öffnen lässt, um ein müheloses Durchkommen zu ermöglichen. Die Flure sollten aus dem gleichen Grund mindestens 1,20m breit sein. Besonders im Bad ist es wichtig, dass sich die Türen nach außen öffnen und auch von außen entriegeln lassen. So kann man bei einem Notfall - etwa einem Sturz - problemlos in das Badezimmer eintreten, ohne dass die möglicherweise ohnmächtige Person von innen die Tür versperrt.

Auch bezüglich des Mobiliars lässt sich in einer Wohnung einiges machen, um sie speziell für Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen. Die Küchentheke, Waschbecken und andere Einrichtungsgegenstände, die im Alltag oft und lange benutzt werden, gibt es oft auch in speziellen Ausführungen, die für Rollstuhlfahrer unterfahrbar sind. Dies erleichtert vor allem im Bad die Nutzung des Waschbeckens oder in der Küche das Kochen und tägliche hantieren. Sinnvoll ist es auch, die Höhe dieser Möbel etwas herunterzusetzen, sodass alles bequem vom Rollstuhl aus erreichbar ist. Bei der Kochecke wie auch beim Schreibtisch ist es außerdem sinnvoll, die Arbeitsfläche über Eck anzuordnen, damit eine möglichst große Fläche ohne großartige kraftraubende Drehbewegungen erreichbar ist.

Da Mobilitätseingeschränkte in der Reaktionsschnelligkeit und bezüglich Fluchtmöglichkeiten eingeschränkt sind, ist es wichtig in der Wohnung oder dem Haus genügend Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um bei Notfällen gut gerüstet zu sein. Rauchmelder und Wassermelder beispielsweise melden Brandgefahr oder eine Überschwemmung frühzeitig, was ein rechtzeitiges Handeln ermöglicht, bevor sich die Gefahr ausbreitet. Spezielle Vorrichtungen schalten sogar die Elektrik des Herdes aus, sobald eine Brandgefahr besteht. Sinnvoll ist es, solche Alarmgeräte mit einem Hausnotrufsystem zu verbinden, mit dem auch Angehörige, die nicht in dem Haus wohnen, oder ein Rettungsdienst über einen Notfall informiert werden können. So kann schnell Hilfe geleistet werden, wenn der Betroffene aufgrund seiner Einschränkungen nicht handeln kann. Ein mit einem Hausnotrufsystem verbundener Rufknopf ermöglicht eine manuelle Alarmauslösung, etwa im Falle eines Sturzes oder anderen Notfällen, die von keinem Alarmsystem erfasst werden. Um Einbrüche zu vermeiden sind einbruchsichere Fenster- und Türen sinnvoll. Dies gibt ein Gefühl von Sicherheit und schützt den Bewohner der Wohnung, da dieser bei einem Überfall in seiner Verteidigung eingeschränkt wäre. Hilfreiche Produkte rund um das Thema Sicherheit im häuslichen Umfeld finden sie hier.

Neben diesen größeren Veränderungen in der Wohnung gibt es auch viele kleinere Maßnahmen, die ein Leben mit Einschränkungen schon wesentlich erleichtern. Eine gute Beleuchtung ist der Grundstein für barrierefreies Wohnen. Wenn alle Ecken, Stufen und Kanten gut ausgeleuchtet sind, lassen Sie sich wesentlich einfacher Überwinden als im halbdunkeln. Ein anderer Punkt ist die gute Erreichbarkeit essentieller Stellen für einen mühelosen Alltag. Es sollte also darauf geachtet werden, dass Lichtschalter, Steckdosen, Fensterriegel, Sitzgelegenheiten, die Müllentsorgung, der Briefkasten und andere wichtige Bereiche problemlos erreichbar sind. Auch sollte in der Wohnung genügend Platz sein, sodass keine sperrigen oder mitten im Raum stehenden Möbel die Fortbewegung stören. Dies begünstigt einen stressfreien Alltag und mindert die Verletzungsgefahr. Außerdem wird so das schnelle verlassen der Wohnung im Falle eines Notfalls ermöglicht. Da möglicherweise oft eine Pflegekraft im Alltag hilft ist es sinnvoll, Flure und andere Durchgänge so frei zu Räumen, das zwei Personen problemlos nebeneinander hindurch gehen können.

Die Anpassung eines Wohnraums ist aufgrund unterschiedlicher Vorlieben und Bedürfnisse sehr individuell zu gestalten. Die oben genannten Punkte sind Tipps, die sich schon oft als hilfreich erwiesen haben, aber nicht unbedingt für jeden gelten müssen oder möglicherweise anders umgesetzt werden müssen. Um diesbezüglich eine umfassende Beratung zu erhalten wenden Sie sich am besten an einen Pflegestützpunkt oder an speziell ausgebildete Wohnraumberater.

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